Beweise für die Unzucht

Beweise für die Unzucht
Private Dokumente aus historischen Strafakten von Homosexuellen

Die Ausstellung Beweise für die Unzucht zeigt Materialien und Dokumente, die von der österreichischen Polizei im Zuge der strafrechtlichen Verfolgung homosexueller Frauen und Männer im Zeitraum von 1900 bis zum Ende der Strafbarkeit der „Unzucht wider die Natur“ im Jahr 1971 beschlagnahmt wurden. Was einst Ausdruck von Intimität und persönlicher Freiheit war – Liebesbriefe, private Fotografien, Tagebücher, alltägliche Notizzettel, harmlose Erinnerungsstücke – wurde durch den staatlichen Zugriff in belastendes Beweismaterial verwandelt. Diese Dokumente, niemals für fremde Augen – weder für die Polizei, noch für Historiker:innen und auch nicht für Besucher:innen einer Ausstellung – bestimmt, stehen für tiefgreifende Verletzungen der Privatsphäre und markieren Momente, in denen Menschen ihre Sicherheit, ihr Selbstvertrauen, ihre Würde und ihre persönliche Integrität verloren.

Vernissage: 11.11.2026, 18:30

1120 1494 Qwien - Zentrum für queere Geschichte
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