Die HOSI Salzburg als Teil queerer Emanzipationsgeschichte

(c) Patrick Trupp

Die HOSI Salzburg als Teil queerer Emanzipationsgeschichte
Zwischen queeren Räumen, Salzburger Stadtgeschichte und gesellschaftlichem Wandel

Forschungspräsentation – Samstag, 24. Oktober, 16:00 Uhr

Der Vortrag widmet sich der Geschichte der „HOSI Salzburg – queere Interessensvertretung“ und ordnet ihre Entstehung in einen größeren historischen Zusammenhang ein. Ausgangspunkt sind die homosexuellen Emanzipationsbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre, deren internationale Impulse auch die Entwicklung in Österreich wesentlich beeinflussten. Von frühen Initiativen wie „Coming-out! – Initiativgruppe Homosexualität“ führt der Blick zur Gründung der Homosexuellen Initiative Wien im Jahr 1979 und schließlich nach Salzburg. Im Mittelpunkt steht die konfliktreiche Gründung der „HOSI Salzburg – queere Interessensvertretung“ im Jahr 1980. Öffentliche Debatten, Leserbriefe und erste Vernetzungsprozesse rund um Walter Klappacher führten zum Wunsch nach einer eigenen Homosexuellen Initiative in Salzburg. Der Vortrag zeichnet nach, wie sich die Arbeit der anfänglichen „Männergruppe Salzburg – Homosexuelle Initiative“ seitdem verändert hat – von frühen Forderungen nach rechtlicher Gleichstellung und Schutz vor Diskriminierung über Filmreihen, Diskussionen, Flugblattaktionen und Demonstrationen bis hin zu heutigen Formen queeren Aktivismus. Die Geschichte der „HOSI Salzburg – queere Interessensvertretung“ ergänzt das facettenreiche Mosaik der Salzburger Stadtgeschichte und spiegelt zugleich einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel wider: den langen Weg von queerer Unsichtbarkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung hin zu rechtlicher Anerkennung und einer öffentlichen Präsenz queerer Lebensrealitäten.

Conny Felice, Geschäftsführerin der HOSI Salzburg, wird vor Ort sein und ihre Expertise einbringen.

Patrick Trupp

Patrick Trupp studiert Geschichte an der Paris Lodron Universität Salzburg und beschäftigt sich mit zeitgeschichtlichen und gesellschaftspolitischen Themen. Ein Schwerpunkt seines Interesses liegt auf der lokalen Geschichte Salzburgs und auf Entwicklungen, die im öffentlichen Stadtbild bisher lange unsichtbar waren. Seine Auseinandersetzung mit der Geschichte der „HOSI Salzburg – queere Interessensvertretung“ verbindet historische Forschung mit Fragen gesellschaftlicher Emanzipation und queerer Erinnerungskultur.

1434 1912 Qwien - Zentrum für queere Geschichte
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