

Foto: © Natalia Reich/Suhrkamp Verlag
Aids. Chronik einer Pandemie
Buchpräsentation mit Axel Schock
25. November, 18.30 Uhr
Die Aidskrise stellte in den 1980er- und 1990er-Jahren vor allem die schwule Community vor eine kaum zu meisternde Herausforderung. Partner und Freunde erkrankten und starben und die Angst vor einem positiven HIV-Testergebnis ließ manche verzweifeln. Dank des medizinischen Fortschritts ist eine HIV-Infektion heute eine behandelbare Krankheit, sofern Zugang zu einer Behandlung besteht.
Für viele junge Queers hat Aids heute seinen Schrecken verloren. Gleichzeitig verblasst die Erinnerung an die traumatischen Jahre zusehends. Die umfangreiche Aids-Chronik des deutschen Journalisten und Autors Axel Schock stellt sich diesem Vergessen entgegen.
Auf über 600 Seiten gibt er einen globalen Überblick über die Pandemie. Kurz gefasste Einzelgeschichten beleuchten Aids aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Geschichten von Erkrankten und Betroffenen stehen neben denen von Aktivistinnen, Ärztinnen und Pflegekräften. Einschneidende politische Entscheidungen, im Fall von Aids oft auch Nicht-Entscheidungen, werden durch künstlerischen Aktionismus, wichtige literarische Zeugnisse oder Zeitschriftenbeiträge in einen umfassenden Kontext gestellt.
Aus einer Fülle an Material destilliert Axel Schock die Chronik einer Generation, die HIV und Aids am eigenen Leib erlebt hat. Er entreißt ihre Geschichten dem Strom des Vergessens. Denn es stellt sich die Frage: Was können wir aus diesen Erfahrungen lernen? Was kann eine jüngere Generation über Zusammenhalt, gemeinsamen Kampf und die Opfer jener Generation erfahren, auf deren Schultern sie steht?
Die Buchpräsentation findet in Zusammenarbeit mit der Aids Hilfe Wien statt.
Einleitende Worte
Andrea Brunner, Geschäftsführerin der Aids Hilfe Wien