
BARBIE und KEN sind HIV-positiv.
Revisited 1996–2026
2. Dezember 2026 – 14. März 2027
Eröffnung: 1. Dezember 2026, 18:30
Was passiert, wenn Alltagsgegenstände von Menschen mit HIV plötzlich mitten in der Stadt auftauchen? Mit seinem österreichweiten Kunstprojekt »BARBIE und KEN sind HIV-positiv« machte Franz Wassermann 1996 mit genau 2100 Gegenstände auf die Lebensrealität Betroffener aufmerksam. Eingeschweißt in Folie und mit einem grünen Punkt markiert, hingen sie in sechs österreichischen Städten (Wien, Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck und Bregenz) an Werbetafeln, in Bahnhöfen, Buchhandlungen und Cafés. Das Kunstprojekt konfrontierte Passant*innen mit ihrer eigenen Berührungsangst. In den Folgejahren wurde das Kunstprojekt auch in München, Burghausen und London fortgesetzt. Dreißig Jahre später zeigt Qwien die Objekte erstmals in einer musealen Hängung in Rahmen. Im Mittelpunkt steht, was sich in drei Jahrzehnten im Umgang mit HIV verändert hat und was weiterhin gilt. Fotografien und Dokumente aus dem Projektarchiv erzählen von der Entstehung der Aktion, während der Künstler in einem aufgezeichneten Gespräch aus der Gegenwart auf sie zurückblickt.
Franz Wassermann
Franz Wassermann lebt und arbeitet als Bildhauer in Wien. Seit 1989 entwickelt er Aktionen und Installationen, die gesellschaftliche Machtverhältnisse, Ausgrenzung und tabuisierte Themen sichtbar machen. Seine Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit HIV und Stigma, sexualisierter Gewalt, Erinnerungskultur, Migration und der Macht von Bildern. Häufig entstehen die Projekte im öffentlichen Raum und im Austausch mit Betroffenen, Aktivist*innen, Expert*innen und Institutionen.